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Mit 96 Jahren Die Welt trauert: Queen Elizabeth II. ist gestorben

Queen Elizabeth II. während ihres Thronjubiläums im Juni

© Frank Augstein / AFP

08.09.2022, 19:31 3 Min. Lesezeit

Sie wurde 96 Jahre alt: Queen Elizabeth II. ist auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral gestorben.

Queen Elizabeth II. ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Die Monarchin verstarb friedlich auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral in Schottland, wie der Palast mitteilte. 

Dort hatte sie gesundheitlich angeschlagen bereits die vergangenen Tage verbracht. Ihre Leibärzte äußerten zuletzt Besorgnis wegen des Gesundheitszustands der Königin.

Sie war Staatsoberhaupt von Großbritannien und Nordirland und mehr als einem Dutzend weiterer Staaten, darunter Kanada, Neuseeland und Australien. Mit ihrem Tod geht eine Ära zu Ende.

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Elizabeth II. Neuer britischer König heißt offiziell Charles III.

Vor 19 Stunden

Queen Elizabeth II. war mehr als 70 Jahre britische Königin

Queen Elizabeth II. bestieg den britischen Thron 1952 und war damit das dienstälteste Staatsoberhaupt der Welt. Ihr Nachfolger auf dem Thron ist Prinz Charles. Queen-Enkel Prinz William (40) rückt zum Thronfolger auf. Nummer zwei in der Thronfolge ist nun der 9-jährige Prinz George.

Obwohl die britische Monarchin über keine politische Macht verfügte, galt sie als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten unserer Zeit. Mit unbedingtem Pflichtbewusstsein und Beständigkeit führte sie das Land durch große Veränderungen hindurch.

Als sie 1952 Königin wurde, war Großbritannien noch eine Kolonialmacht. 1997 wurde als letzte größere Kolonie Hongkong an China übergeben. Durch den Commonwealth pflegte die Queen später weiterhin den Kontakt zu den ehemaligen Kolonien.

Schon als 13-Jährige hatte Elizabeth sich in den schneidigen Philip Mountbatten verliebt. Der griechische Prinz aus einem dänisch-deutschen Adelshaus war zeitlebens ihre große Stütze. Die Ehe währte bis zu Philips Tod im April 2021 im Alter von 99 Jahren.

Krisen, Tragödien und viele Staatsbesuche im Leben von Elizabeth II.

In der Familie der Königin gab es immer wieder Krisen und Tragödien. Dazu zählten der Unfalltod ihrer Ex-Schwiegertochter Prinzessin Diana, aber auch die Vorwürfe im Missbrauchsskandal gegen ihren Sohn Andrew und der Rückzug des Enkels Prinz Harry von seinen royalen Pflichten. Die Queen ertrug alles mit stoischer Ruhe.

Ihre große Leidenschaft galt Hunden – ihren Corgis – und Pferden. Noch bis ins hohe Alter stieg sie in den Sattel. Dabei verzichtete sie auf einen schützenden Reiterhelm und bevorzugte stattdessen ein Kopftuch.

Aus politischen Angelegenheiten hielt sich die Monarchin stets heraus. Auch zum Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union (Brexit) äußerte sich die Queen nicht.

Sie absolvierte Hunderte Auslandsreisen, auch mehrere nach Deutschland. Zuletzt besuchte sie die Bundesrepublik bei einem Staatsbesuch 2015. Zu ihren Stationen gehörten Berlin, Frankfurt am Main und das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Als wichtigste Reise gilt ihr Besuch in Irland 2011. Sie wurde als Versöhnungsgeste gefeiert. Zuletzt hatte ein britisches Staatsoberhaupt Dublin vor der Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien im Jahr 1911 besucht.

Schon vor Jahren wurde minutiös geplant, was nach dem Tod der Queen passieren soll. Nach Angaben der Vereinigung der Auslandspresse in Großbritannien soll voraussichtlich zehn Tage nach dem Tod ein Staatsbegräbnis stattfinden.

wue / rw DPA

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